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Vorzeitige Einschulung und Zurückstellung

Für die Entwicklung der Kinder ist es von großer Bedeutung, dass sie zum möglichst richtigen Zeitpunkt eingeschult werden. So kann Unter- oder Überforderung mit langfristigen Folgen für die Kinder vermieden werden. Darüber müssen sich Eltern und Schule im Interesse der Kinder intensiv verständigen und beraten. Fachkräfte können dabei helfen. Die Kooperation zwischen Grundschule und Kindertageseinrichtungen stellt den notwendigen Rahmen her:
Kooperation Grundschule – Kindertageseinrichtungen

Die Anträge auf vorzeitige Aufnahme und auf Zurückstellung vom Schulbesuch können bei der Schulanmeldung, aber auch davor und danach gestellt werden.

Schulpflichtig werden 2015 alle Kinder, die in der Zeit vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 geboren wurden.

Vorzeitige Aufnahme in die Grundschule

Die erweiterte Stichtagsregelung ermöglicht, dass Kinder, die vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. Juni 2016 das sechste Lebensjahr vollenden, in diesem Jahr eingeschult werden können, wenn die Erziehungsberechtigten dies wünschen. Dadurch werden sie dann schulpflichtig.

Zurückstellung vom Schulbesuch

Vom Schulbesuch zurückgestellt werden können Kinder bei denen zu erwarten ist, dass sie den für die Einschulung notwendigen Entwicklungsstand binnen eines Jahres erreichen. Für diese Kinder werden Grundschulförderklassen (Ratoldusschule) eingerichtet. Erziehungsfachkräfte und Lehrer/innen helfen den Kindern durch ihr Angebot, Entwicklungsrückstände auszugleichen und zu überwinden. Bei Zurückstellung sollte der Besuch einer Grundschulförderklasse die Regel sein. Die Entscheidung über die Zurückstellung liegt bei der Schulleitung (siehe SchG§ 74 (2)) auf der Grundlage der schulärztlichen und pädagogischen Gutachten. Ein Einvernehmen wird in der Beratung angestrebt.

Auszug aus dem Schulgesetz für Baden-Württemberg

§ 73 (1) Mit dem Beginn des Schuljahres sind alle Kinder, die bis 30. September des laufenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben, verpflichtet, die Grundschule zu besuchen. Dasselbe gilt für die Kinder, die bis zum 30. Juni des folgenden Kalenderjahres das sechste Lebensjahr vollendet haben und von den Erziehungsberechtigten in der Grundschule angemeldet wurden.

§ 74 (2) Kinder, von denen bei Beginn der Schulpflicht auf Grund ihres geistigen oder körperlichen Entwicklungsstandes nicht erwartet werden kann, dass sie mit Erfolg am Unterricht teilnehmen, können um ein Jahr vom Schulbesuch zurückgestellt werden; mit Zustimmung der Erziehungsberechtigten können auch Kinder zurückgestellt werden, bei denen sich dies während des ersten Schulhalbjahres zeigt. Die Entscheidung trifft die Schule unter Beiziehung eines Gutachtens des Gesundheitsamtes. Die Zeit der Zurückstellung wird auf die Dauer der Pflicht zum Besuch der Grundschule nicht angerechnet.

§ 74 (3) Kinder, die vorzeitig eingeschult oder vom Schulbesuch zurückgestellt werden sollen, sind verpflichtet, sich auf Verlangen der Schule bzw. der Schulaufsichtsbehörde an einer pädagogisch-psychologischen Prüfung (Schuleignungsprüfung und Intelligenztest) zu beteiligen und vom Gesundheitsamt untersuchen lassen.

Alle wichtigen Schulinformationen finden Sie online beim Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg unter
www.bildungsportal-bw.de. Dort sind auch viele interessante Downloads (Broschüren) zu allen aktuellen Themen zu finden.

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Schrifttafel mit lateinischer Ausgangsschrift

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