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„Ich gehöre dazu!“

Teppich als Symbol für Gemeinschaft

Foto: Südkurier, AKI

Elke Weißenbach vor dem von ihr gefertigten Teppich, der auf beeindruckende Weise den Zusammenhalt einer kleinen Gemeinschaft demonstriert.

Nicht weniger als 350 Schulkinder haben sich auf einem Wandteppich in der Sonnennrainschule verewigt. Aber auch alle Lehrer gaben für dieses Projekt ihre Unterschrift, genauso wie OB Jörg Schmidt, Ehrenbürger Werner Messmer oder viele der Gemeinderäte. Zusammengekommen waren alle, als der Erweiterungsbau der Sonnenrainschule am 1. Oktober vergangenen Jahres eröffnet wurde. Elke Weißenbach war aktiv geworden und hatte die Anwesenden um ihre Unterschrift gebeten. Schon Monate vorher beschäftigte sie der Gedanke, die Schule im Kleinen zusammenzutragen, um damit dann die große Gemeinschaft aller hervorzuheben.

Gleich am Eingang, unübersehbar, hängt nun das Ergebnis dieser Idee: ein in Kleinstarbeit gewebter Teppich aus einem Leinenfaden, der etwa einen halben Millimeter stark ist. Der daraus entstandene Teppich ist 1,85 Meter lang und 70 Zentimeter breit. Die gespannten Fäden ergeben eine Länge von zwei Kilometern. Zwischen den Fäden stecken, nicht nur als ein dekoratives Moment, die Papierstreifen mit den Unterschriften, gesponsert von der Druckerei Honsel. Sie geben dem Gebilde im Zusammenhang mit dem fein verwebten Faden seinen Halt, genauso wie es bei einer echten Gemeinschaft eben auch funktioniert. Und genau das wollte Elke Weißenbach, katholische Religionslehrerin an der Sonnenrainschule und leidenschaftliche Hobbyweberin, zum Ausdruck bringen.

„Egal, welche unterschiedlichen pädagogischen Konzepte man unter einem Dach vereinigt, nur gemeinsam wird es einen Erfolg bringen!“ sagte Rektor Peter Seemann, der diese Idee zu jeder Zeit voll unterstützte. Und jeder, der diese Schule nun betritt, wird Zeuge dieser Gemeinschaft, eindrucksvoll in Fäden gespannt.

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Quelle: Südkurier

29. Januar 2005

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